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AssimilationAssimilation bezeichnet in der Soziologie die Anpassung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aneinander, wobei eine Unterscheidung von individueller Assimilation und der Assimilation von Gruppen für das Verständnis der Prozesse auf gesellschaftlicher Ebene grundlegend ist. Empirisch steht die Anpassung einer Minderheit an die Mehrheit im Vordergrund. Assimilation kann auf kultureller (Übernahme von Sprache, Bräuchen und Sitten), struktureller (Platzierung auf dem Arbeitsmarkt, im Schulsystem u.ä.), sozialer (Kontakt zu Mitgliedern anderer Gruppen) und emotionaler Ebene (Identifikation mit den anderen Gruppen) erfolgen. Umstritten ist, ob es sich beim Konzept der Assimilation um ein gezieltes “Aufzwingen” der Eigenschaften und Einstellungen der dominanten Gesellschaft (“Dominanzkultur”) handelt oder ob Assimilation lediglich empirische Voraussetzung zur Erreichung gleicher Lebenschancen darstellt, ohne dass damit eine Wertung der Eigenschaften von Minderheiten verbunden wäre.

Akkommodation (französisch für Anpassung) bedeutet in der Lernpsychologie das Zuordnen einer Wahrnehmung zu vorhandenen Wahrnehmungsschemata, das bereits für ähnliche Wahrnehmungen verwendet wird. Dadurch wird eine Wahrnehmung verallgemeinert und als bekannt eingestuft. Akkomodation ist nach Jean Piaget eine von zwei Arten der kognitiven Anpassung und dient der Herstellung eines Gleichgewichtszustandes (Äquilibration). Das Gegenteil von Akkomodation ist die Assimilation (französisch für Angleichung), die Anpassung der inneren Welt durch Schaffen eines neuen Wahrnehmungsschemas. Piaget spricht von Assimilation, wenn ein Mensch gezwungen ist, sein Wissen zu erweitern, um Wahrnehmungen zu differenzieren.

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